Lahmheitsdiagnostik, Lahmheitsbehandlung

Lahmheitsdiagnostik, Lahmheitsbehandlung

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Pferdeklinik Sottrum West
Dr. M. Paar
(Fachtierarzt für Pferde)

Direkt zu folgenden Unterpunkten:

>>> Klinische Untersuchung und diagnostische
        Anästhesien

>>> Hufgelenkdruckmessung
>>> Röntgenologische Untersuchung
>>> Ultraschalluntersuchung
>>> Gelenk- und Sehnenscheidenpunktat
>>> Muskelerkrankungen
>>> Hufkorrekturen und orthopädische Beschläge
>>> Spezielle konservative Behandlungsverfahren

Die Untersuchung und Behandlung von Lahmheitspatienten erfolgt ambulant in der Klinik oder bei komplexen Fragestellungen nach stationärer Aufnahme. Sowohl nicht vorbehandelte Patienten (Erstuntersuchung: direkte Anmeldung durch den Pferdebesitzer) als auch vorbehandelte Pferde (Überweisungspatient: Voruntersuchung durch den Haustierarzt) sind willkommen. Auf Wunsch erfolgt die Rücküberweisung an den Haustierarzt telefonisch, schriftlich oder per E - Mail mit Bildmaterial.

Neben einer beleuchteten Vortrabstrecke steht ein überdachter Longierzirkel zur Verfügung. In besonderen Fällen kann die Untersuchung unter dem Reiter auf einer angrenzenden, nicht zur Klinik gehörenden Reitanlage erfolgen.

Grundlage der Lahmheitsuntersuchung bildet die gründliche und systematische klinische Untersuchung. Falls notwendig und angezeigt wird versucht, mittels diagnostischer Anästhesien die Lahmheit zu lokalisieren. Trotz aller moderner bildgebenden Verfahren sind diagnostische Anästhesien der Goldstandard in der Diagnostik von Lahmheiten. Ihre Durchführung verlangt Routine und gute anatomische Kenntnisse.

Im Bereich des Hufgelenkes wird die Hufgelenksanästhesie durch die Hufgelenkdruckmessung ersetzt oder ergänzt. Sie stellt eine wesentliche Untersuchung bei der differenzialdiagnostischen Abklärung des "Palmar-Foot-Pain-Syndrom" (u. a. Hufrollen- und/oder Hufgelenkerkrankung) dar.

Zur röntgenologische Untersuchung wird ein hochauflösendes, direktes, digitales System eingesetzt. Neben den Standardaufnahmen im unteren Gliedmaßenabschnitt ist auch die röntgenologische Untersuchung von Schulter, Halswirbelsäule, Rücken, Knie und Hüftgelenk in sehr guter Qualität und unter Berücksichtigung der Anforderungen des Strahlenschutzes für die exponierten Personen möglich. Aber neben der apparativen Ausstattung machen nicht zuletzt die Exaktheit bei der Röntgenbilderstellung, die Genauigkeit bei der Befundung und die Fähigkeit und das Wissen zur Beurteilung von Röntgenbildern den Wert einer röntgenologischen Untersuchung aus. Durch die Ausnutzung von Spezialprojektionen wird der Nutzen der röntgenologischen Untersuchung deutlich erhöht.

Die Ultraschalluntersuchung (Sehnen und Sehnenscheiden, Gelenke und Bänder) erfolgt zur Objektivierung der Befunde nach Möglichkeit in zwei Ebenen und vergleichend mit der gegenüberliegenden Gliedmaße. Charakteristische Bildsequenzen werden archiviert und stehen für Verlaufskontrollen zur Verfügung. Auf eine optimale Vorbereitung des zu untersuchenden Areals (i.d.R. kurze Schur, ausnahmsweise Rasur) wird Wert gelegt. Für die Untersuchung der Sehnen und Bänder im Bereich der Fesselbeuge und für die unteren Anteile der Tiefe Beugesehne steht ein spezieller Mikro-Konvex-Schallkopf zur Verfügung. Die Darstellung der Seitenbänder am Sprunggelenk und der Weichteilstrukturen am Knie (Bänder und Menisken) sind ein häufiger Überweisungsgrund. Die Ultraschalluntersuchung kann weiterhin bei der Abklärung von Veränderungen am Becken oder im Beckenraum (z.B. Verdacht auf Beckenfraktur, Erkrankungen des Kreuzdarmbeingelenkes, Gefäßerkrankungen: Intermittierendes Hinken).

Durch die Möglichkeit zur sofortigen Untersuchung der Zellzahl und des Gesamteiweißgehaltes in Gelenk- oder Sehnenscheidenpunktaten besteht die Möglichkeit zum Handeln ohne Zeitverzug, was insbesondere bei Verletzungen oder Infektionen von synovialen Einrichtungen entscheidend für Behandlungserfolg ist.

Bei Verdacht auf Muskelerkrankungen (z.B. Kreuzverschlag oder Tying Up) stehen die wichtigsten klinischen-chemischen Laborparameter durch die Untersuchung im klinik- eigenen Labor sofort zur Verfügung. Zur weiterführenden Diagnostik kann ein Belastungstest durchgeführt werden und/oder Muskelproben (Biopsien) können entnommen werden.

Hufkorrekturen und Orthopädische Hufbeschläge (z.B. Hufrollenerkrankungen, Sehnenschäden und Spaterkrankung) erfolgen nach Terminabsprache durch den erfahrenem und spezialisierten Staatlich geprüften Hufbeschlagsschmied Markus Müller. Von der engen Zusammenarbeit zwischen Tierarzt und Hufschmied profitieren insbesondere die an Hufrehe erkrankten Pferde. Auf Wunsch nehmen wir auch gerne Kontakt zu Ihrem Hufschmied zu Hause auf.

Spezielle konservative Behandlungsverfahren bei Erkrankung des Bewegungsapparates:
  • Radiäre Stosswellentherapie: u.a. bei Fesselträgererkrankungen, Gleichbeinerkrankungen, degenerativen Erkrankungen wie Spat und Schale, Sehnenverkalkungen
  • IRAP-Behandlung (Orthokin-Therapie) Entzündungshemmende Eiweißstoffe (u.a. Interleukin-1 Receptor Antagonisten) werden durch spezielle Aufarbeitung aus dem Blut des Patienten gewonnen und in Form von körpereigenem Plasma (ACS) in das erkrankte Gelenk oder die erkrankte Sehnenscheide gespritzt. Die aufwendige Aufarbeitung erfolgt im klinikeigenen Labor.
  • PRP-Behandlung (Osteokin-Therapie) Sehnenbehandlung mit körpereigenem, blutplättchenreichem Plasma (PRP). Der Sinn der PRP-Behandlung liegt in der Verstärkung der körpereigenen, natürlichen Heilungsmechanismen. Durch die Aufarbeitung des Blutes kommt es zu einer Anreicherung der Blutplättchen (Thrombozyten) auf das 4- bis 6fache. Die Höhe der Konzentration der Thrombozyten hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Freisetzung einer Reihe von Wachstumsfaktoren. Diese sind von entscheidender Bedeutung für die Reparation von Sehnen- und Bandschäden. Die aufwendige Aufarbeitung erfolgt im klinikeigenen Labor.
  • Tildren ® - Behandlung u.a. bei Hufrollenerkrankung, Spaterkrankung und Kissing-Spines-Syndrom
  • Stammzelltherapie (Knochenmark, Fettgewebe)

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