Hochfrequenzchirurgie

Hochfrequenzchirurgie

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Pferdeklinik Sottrum West
Dr. M. Paar
(Fachtierarzt für Pferde)

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        Chirurgie, Tumorchirurgie



Bei der Hochfrequenz-Chirurgie - auch Diathermie oder Elektrokauterisation genannt - wird Wechselstrom mit hoher Frequenz gezielt an einer definierten Stelle durch den Körper geleitet, um Gewebe zu schneiden oder zu veröden. Ein wesentlicher Vorteil gegenüber herkömmlicher Schneidetechnik mit dem Skalpell ist, dass gleichzeitig mit dem Schnitt eine Blutstillung durch Verschluss der betroffenen Gefäße erfolgen kann. Die benutzten Geräte werden auch als Elektroskalpell bezeichnet.

Modernste Geräte- und Instrumententechnik messen den durch das Gewebe fließenden Strom und sorgen dafür, dass die eingestellten Maximalwerte nicht überschritten werden, um unerwünschte Gewebeschädigungen zu vermeiden.

Die Hochfrequenz-Chirurgie findet bei uns Anwendung:

In der Augenchirurgie (u.a. Minimierung des Risikos einer Einblutung bei der Vitrektomie).

Zahlreiche minimalinvasive Eingriffe werden erst durch die Anwendung von Hochfrequenz-Chirurgie möglich:

Bei der transendoskopische Behandlung von Endometriumzysten in der Gebärmutter werden die Zysten unter endoskopischer Kontrolle mit einer stromleitenden Drahtschlinge an ihrer Basis erfasst und gezielt abgetragen.

Ähnlich wird auch bei oberflächlichen Tumoren im Bereich der Nasengänge und Subepiglottiszysten vorgegangen. Bei einseitiger Luftsacktympanie kann durch eine Fenestrierung des erkrankten Luftsack zum gesunden Luftsack Erleichterung geschaffen werden.

Bei der Anwendung in der Laparoskopie werden mit Hilfe der Hochfrequenz-Chirurgie Gefäße verschweisst oder Gewebe nach Verödung durchtrennt (Laparoskopische Ovarektomie und Laparoskopische Kastration des abdominalen Kryptorchiden).

In der Arthroskopie hat die Hochfrequenz-Chirurgie ihren Platz bei der Resektion von Weichteilgewebe (z.B.: chronisch entzündete Anteile der inneren Gelenkauskleidung oder Teilresektion vom Meniskus). Eine Anwendung im Bereich der Knorpelflächen sollte nicht durchgeführt werden.

Eine weitere Anwendung liegt in der Tumorchirurgie, wo durch das Umfahren der Wundränder die Tumoraussaat reduziert werden soll.

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